Marienlieder treffen Melodramen
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„Reiten, reiten, reiten, durch den Tag, durch die Nacht, durch den Tag. Und der Mut ist so müde geworden und die Sehnsucht so groß.“ Eine Frau trifft der Cornet Christoph Rilke in der Nacht, ehe er in der Schlacht aufgerieben wird, ehe er stirbt: sie ist Mädchen, Frau, Geliebte und Mutter. Victor Ullmann schuf aus Auszügen dieses Textes ein Melodram für Sprecher und Klavier. Es entstand 1944 im KZ Theresienstadt. „Keine Madonna, eine Mutter, die Mutter eines Menschen, der lächeln wird, die Mutter eines Menschen, der leiden wird, die Mutter eines Menschen, der sterben wird, die Mutter eines Menschen.“ So fasst Rilke seinen Zugang zur Gottesmutter Maria in der Beschreibung eines Gemäldes zusammen. Auch in seinem Gedichtzyklus „Das Marien-Leben“ spiegelt sich diese Sichtweise wider: Maria steht stellvertretend für alle Frauen. Rilke vereint einfühlende Schilderung und Identifikation mit der Frau und Mutter Maria, aber auch den mystischen Aspekt ihrer Gottesmutterschaft. |
Vortrag des Melodrams von Victor Ullmann
„Die Weise von Liebe und Tod
des Cornets Christoph Rilke“
nach einem Text von Rainer Maria Rilke,
ergänzend werden Textpassagen aus diesem Werk gelesen
Kirsi Talvela, Sprache
Pablo Pretzel, Klavier
Lesung aus dem Gedichtzyklus
„Das Marienleben“ von Rainer Maria Rilke
Paul Hindemith: Drei Lieder aus dem Liederzyklus
„Das Marienleben“ nach dem gleichnamigen Gedichtzyklus von Rainer Maria Rilke
Marienlieder aus neun Jahrhunderten
(vom gregorianischen Gesang über Schubert, Wolf zu Webern)
Julia Kraushaar, Gesang
Kazuhiko Yoshida, Klavier
Kirsi Talvela, Sprache
Eintrittspreise:
27,- EUR/ ermäßigt 14,- EUR
Allerheiligen-Hofkirche, Residenzstr. 1, München
Zugang zur Allerheiligen-Hofkirche über den Marstallplatz.
U-Bahnen U3 und U6 bis Odeonsplatz oder Tram 19 Haltestelle Nationaltheater,
S-Bahnen 1 - 8 Station Marienplatz
